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Golden Week 2026 kostet vier Arbeitstage, nicht zehn

Der Staatsrat hat die beiden Feiertage in diesem Jahr getrennt, der Stillstand ist also kürzer als der, den man Ihnen genannt hat. Das ist die gute Nachricht und zugleich die Falle: Die vier Tage fallen auf ein Hafensystem, das nach den Augusttaifunen rund zehn Tage im Rückstand ist und dessen eigener Abbautermin auf denselben Tag fällt, an dem der Feiertag beginnt – und die Reedereien streichen die Woche danach, nicht die Woche selbst. Am anderen Ende der Relation wartet ein deutscher Terminal, dessen Tarifrunde ungelöst ist.

870 Kartons Spielwaren und Weihnachtsdekoration, die als drei getrennte Buchungen nicht in drei Container passten, geladen in zwei: 91,86 % und 75,40 %, nichts blieb stehen

Fragen Sie einen Spediteur, was Sie die chinesische Golden Week in diesem Jahr kostet, hören Sie acht Tage, zehn Tage, manchmal zwei Wochen. Fragen Sie den chinesischen Staatsrat, lautet die Antwort: vier.

Kurz gefasst: Das Mondfest fällt 2026 auf Freitag, den 25. September, die Golden Week des Nationalfeiertags läuft vom 1. bis 7. Oktober 2026. Das sind zwei getrennte Blöcke, kein langer. Sonntag, der 20. September, und Samstag, der 10. Oktober, sind angeordnete Arbeitstage. Über die vier Wochen vom 14. September bis 12. Oktober bleiben 17 Arbeitstage, wo ein normaler Kalender 21 hergäbe – netto vier Tage.

Das ist ein deutlich kleinerer Feiertag, als fast jede Planung derzeit unterstellt, und genau deshalb gibt es diesen Artikel. Der Stillstand ist in diesem Jahr nicht das Risiko. Das Risiko sind der Rückstau, auf den er fällt, die Abfahrten, die die Reedereien aus der Woche danach herausgestrichen haben, eine Cut-off-Leiter, die nirgends veröffentlicht ist – und ein deutscher Empfangshafen, dessen Tarifrunde am Tag dieser Veröffentlichung ungelöst ist.

Echte CargoDuo-Ausgabe. 870 Kartons Spielwaren und Weihnachtsdekoration – dieselbe Bestellung, die drei Container braucht, wenn jede Artikelgruppe einzeln gebucht wird – als eine Ladung in zwei 40-Fuß-High-Cubes geplant. 91,86 % und 75,40 % gefüllt, 870 von 870 Kartons verladen. Angeboten wurde ein dritter Container; die Optimierung hat ihn nicht genommen.

Die Termine in einer Tabelle

DatumTagStatusWas das für die Ladung heißt
20.09.2026SonntagArbeitstag (tiaoxiu)Voller Arbeitssonntag – Vorlauf und Zoll verfügbar
25.09.2026FreitagMondfest, gesetzlichDer einzige Arbeitstag, den das Mondfest wirklich kostet
26.–27.09.2026Sa–SoNormales WochenendeWäre ohnehin arbeitsfrei gewesen
28.–30.09.2026Mo–MiArbeitstageDas gesamte Fenster zwischen den beiden Blöcken
01.–03.10.2026Do–SaNationalfeiertag, gesetzlichÜberstunden zu 300 %, nicht durch Freizeit abgeltbar
04.–07.10.2026So–MiVerschobene Ruhetage (tiaoxiu)Überstunden zu 200 % – hier liegt die Feiertagskapazität
08.–09.10.2026Do–FrArbeitstageDer Wiederanlauf
10.10.2026SamstagArbeitstag (tiaoxiu)Drei Anlauftage am Stück, nicht zwei
11.10.2026SonntagRuhetagEin Wochenende von einem einzigen Tag
Nach der Mitteilung des Generalbüros des Staatsrats zur Regelung einzelner Feiertage 2026 (Guowuyuan Bangongting guanyu 2026 nian bufen jiejiari anpai de tongzhi, Dokument Guobanfa Mingdian [2025] Nr. 7) vom 4. November 2025, gelesen auf dem Politikportal des Staatsrats und gegengelesen im Staatsanzeiger. Welche Tage gesetzliche Feiertage sind, regelt die Verordnung über die arbeitsfreien Tage an nationalen Fest- und Gedenktagen (Quanguo Nianjie ji Jinianri Fangjia Banfa) in der vierten Fassung, in Kraft seit dem 1. Januar 2025. Tiaoxiu bezeichnet einen verschobenen Ruhetag, der gegen einen angeordneten Arbeitstag getauscht wird.
4Arbeitstage
Nettoverlust vom 14.09. bis 12.10.2026
3Arbeitstage
Das Fenster zwischen den beiden Blöcken
7Tage
Längster zusammenhängender Stillstand (1.–7.10.)
9Tage
Ohne neue SCFI-Notierung

Warum der Kalender, den Sie bekommen haben, von 2025 ist

2025 fiel das Mondfest auf den 6. Oktober – mitten in die Feiertage zum Nationalfeiertag. Beide verschmolzen zu einem einzigen Block von acht Tagen, dem 1. bis 8. Oktober 2025, mit Ausgleichsarbeitstagen am Sonntag, dem 28. September, und am Samstag, dem 11. Oktober. Genau diesen Stillstand beschreibt fast jeder Planungskalender, der derzeit herumgereicht wird.

2026 fällt der fünfzehnte Tag des achten Mondmonats auf den 25. September, sechs Tage vor dem Nationalfeiertag. Der Staatsrat hat die beiden getrennt, und der chinesische Kommentar zur Anordnung führt mit genau diesem Punkt: Zhongqiu he Guoqing fen kai fang – „Mondfest und Nationalfeiertag liegen dieses Jahr getrennt“. Einen Achttageblock gibt es 2026 nicht. Der längste zusammenhängende arbeitsfreie Zeitraum umfasst sieben Tage.

Was der Stillstand wirklich kostet

Das Mondfest 2026 liegt in der günstigsten Konstellation, die es überhaupt annehmen kann. Es fällt auf einen Freitag, der beworbene Dreitagesblock besteht also aus einem gesetzlichen Feiertag plus dem Wochenende, das ohnehin gekommen wäre, und der Staatsrat hat ihm überhaupt keinen Ausgleichstag angehängt – die Anordnung sagt fangjia, also schlicht arbeitsfrei, und nicht fangjia tiaoxiu, also arbeitsfrei mit angeordneten Nacharbeitstagen. Das Mondfest kostet die chinesische Industrie genau einen Arbeitstag.

14. September bis 12. Oktober 2026
Normalkalender               21 Arbeitstage
  - Golden Week, Werktage     -5   (1., 2., 5., 6., 7. Okt.)
  - Mondfest (Freitag)        -1   (25. Sep.)
  + Ausgleichs-Sonntag        +1   (20. Sep.)
  + Ausgleichs-Samstag        +1   (10. Okt.)
                            -----
Tatsächlich                  17 Arbeitstage   =  netto -4

Das Zweite, was niemand veröffentlicht: Nur drei der sieben Golden-Week-Tage sind gesetzliche Feiertage, nämlich der 1., 2. und 3. Oktober. Die übrigen vier sind tiaoxiu – hergestellte Ruhetage, getauscht gegen den Arbeitssonntag und den Arbeitssamstag. Das ist keine Formalie. Nach Artikel 44 des chinesischen Arbeitsgesetzes (Laodong Fa) und den kommunalen Lohnvorschriften, die ihn ausfüllen, liegt der Überstundenzuschlag am gesetzlichen Feiertag bei 300 % und darf nicht durch Freizeit abgegolten werden, während der Zuschlag am verschobenen Ruhetag 200 % beträgt und abgegolten werden darf.

28., 29. und 30. September

Genau drei Tage trennen die beiden Blöcke: Montag, der 28., Dienstag, der 29., und Mittwoch, der 30. September 2026. Das ist das gesamte Reparaturfenster. Ein Container, der sein Gate-in in der Woche vom 21. bis 24. September verpasst, hat drei Arbeitstage, um wieder in die Spur zu kommen, bevor sich die Belegschaft auf der Hafenseite für eine Woche ausdünnt.

Das reicht – aber nur, wenn das Problem administrativ ist. Drei Tage genügen, um eine Ladungsanweisung neu auszustellen, eine Anmeldung erneut abzugeben oder ein VGM nachzufassen. Sie genügen nicht, um eine unterlieferte Position nachzuproduzieren, und sie genügen nicht, um eine Ladung neu zu planen, neu zu kommissionieren, neu zu palettieren und trotzdem noch ein Gate zu erreichen. Alles, wofür das Werk noch einmal etwas tun muss, passt nicht in dieses Fenster. Und weil in Deutschland in derselben Woche ganz normal gearbeitet wird, merkt der Einkauf die Lücke erst, wenn sie schon hinter ihm liegt.

Die Cut-off-Leiter, die niemand veröffentlicht

In jedem Golden-Week-Artikel dieses Monats steht eine Fassung derselben Leiter: Ladungsanweisung zwei bis drei Tage vor Abfahrt, VGM ein bis zwei Tage später, Gate-in ein bis zwei Tage vor dem Schiff. Sie wird mit einer Übereinstimmung zitiert, die wie eine Vorschrift klingt.

Keine Reederei veröffentlicht sie. Maersk schreibt, dass Gate-in-, Dokumenten- und VGM-Fristen „at the time of booking via your booking confirmation“ bekanntgegeben werden und dass der VGM-Cut-off „may vary and will therefore be communicated separately by Maersk's local organisations“. Hapag-Lloyd formuliert es ebenso schlicht: „The VGM Cut-Off is determined locally.“ Die Leiter existiert in dem Sinne, dass Ihre Buchung eine hat – ein veröffentlichter Standard ist sie nicht, und am Liegeplatz nebenan gilt sie nicht.

Die SOLAS-Regel, die die VGM-Pflicht überhaupt erst geschaffen hat, nennt keine einzige Stundenzahl. Kapitel VI Regel 2 in der Fassung der Entschließung MSC.380(94) verlangt nur, dass die verifizierte Bruttomasse „sufficiently in advance“ vorliegt, um in den Stauplan einzugehen. Jede VGM-Frist mit einer Zahl, die Sie je gehalten haben, war eine kaufmännische Entscheidung – und genau deshalb ist es der Cut-off, der sich in den zwei Wochen vor einem Feiertag am ehesten verschiebt.

FristRechtsgrundlageWas tatsächlich gilt
EU-Einfuhr (ENS)Art. 105 UZK-DA, VO (EU) 2015/2446Containerisiert, kein Kurzstreckenseeverkehr: 24 Stunden vor dem Verladen
Einfuhr Vereinigtes Königreichgov.uk safety and securityEbenfalls 24 Stunden vor dem Verladen im Abgangshafen
US-Einfuhr (ISF)19 CFR 149.2(b)8 von 10 Angaben spätestens 24 Stunden vor dem Verladen
China-AusfuhrGACC-Anordnung Nr. 277, Art. 724 Stunden vor dem Verladen, nach Eingang in den Zollüberwachungsbereich
China, VorabanmeldungGACC-Anordnung Nr. 277, Art. 9Zulässig bis zu 7 Tage vor Eingang in den Zollüberwachungsbereich
VGMSOLAS VI/2, MSC.380(94)Keine Zahl. „Sufficiently in advance“ – die Reederei setzt sie
Dokumenten-Cut-off / Gate-inBuchungsbestätigungKein veröffentlichter Standard. Je Buchung, je Terminal
Deutsche EinfuhrabgabenArt. 110 Buchst. b UZK, § 21 Abs. 3a UStGMit Aufschubkonto: Zoll am 16. des Folgemonats, EUSt am 26. des zweiten Folgemonats
Die einzigen harten Zahlen in der Kette sind 24-Stunden-Regeln, und Asien–Europa und Asien–USA teilen sich dieselbe rechtliche Untergrenze. Die Verkehre unterscheiden sich nicht im Recht, sondern nur darin, wie viel kaufmännischen Puffer die jeweilige Reederei obendrauf legt – das kehrt die verbreitete Behauptung um, die Cut-offs Richtung USA lägen strukturell früher. Die letzte Zeile ist die deutsche Besonderheit: Rutscht eine Sendung von Oktober in November, verschiebt sich auch die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer um einen vollen Monat.

Noch ein Irrtum, den man ablegen darf: Der chinesische Zoll schließt über den Feiertag nicht. Er geht auf Notbesetzung mit Abfertigung nach Terminvereinbarung (yuyue tongguan), hält die Sonderzollgebiete rund um die Uhr offen und fährt eine grüne Spur ausdrücklich für chuanqi linjin – Ladung mit unmittelbar bevorstehender Abfahrt –, während die Schalterhallen für die persönliche Anmeldung geschlossen bleiben. Der Zoll in Fuzhou nennt die operative Zahl: Ein Abfertigungstermin im Feiertag ist grundsätzlich zwei Arbeitstage im Voraus zu beantragen, und es heißt ausdrücklich shixin qiye yiban bu jieshou yuyue – „Unternehmen mit negativem Eintrag werden in der Regel abgelehnt“. Der Engpass ist die Vorlaufzeit für den Termin, nicht die Schließung.

Der Rückstau vor dem Feiertag

Hier liegt der Grund, warum sich ein Feiertag von vier Arbeitstagen anfühlt wie zwei Wochen. Die Golden Week 2026 trifft auf einen Rückstau, der nicht abgearbeitet ist.

Nach den Augusttaifunen – einer überdurchschnittlichen Saison, in der Bavi, Dolphin, Narra, Peilou und Chan-Hom auf Land trafen – lagen Mitte August rund 400.000 TEU in Shanghai und Ningbo-Zhoushan fest, dazu etwa 200 Schiffe auf der Außenreede von Shanghai. Die Häfen selbst gaben als Ziel aus: yuji jiang zai jiu yue di qian wancheng xiaohua – „voraussichtlich bis Ende September vollständig abgearbeitet“. Der Abbautermin der Häfen und der erste Tag des Feiertags sind derselbe Tag.

StauMitte August1. SeptemberRichtung
Wartezeit auf den Liegeplatz, Shanghai / Ningborund 12 Tagerund 10 Tagelöst sich langsam
Festliegende TEU, beide Häfenrund 400.000nicht neu beziffertAbbau bis Ende September angekündigt
Abstellgebühr je Box (luoxiang)Spitze 6.000 RMB400–700 RMBnormalisiert sich
Anteil Nordasiens am weltweiten Hafenstau54 %konzentriert

Weltweit lagen am 1. September 3,92 Mio. TEU fest – etwa 11 % der Containerflotte –, davon rund 2,5 Mio. TEU auf Schiffen, die auf einen Liegeplatz warteten; auf Nordasien entfielen 54 % des weltweiten Hafenstaus. Das sind Aggregationen der Fachpresse aus Analystendaten und kein veröffentlichter Index; nehmen Sie die Nachkommastellen also nicht wörtlich. Die Richtung wird vom Portal der Stadt Shanghai und von den Kundenmitteilungen der Reedereien gestützt: Maersk bestätigt in seiner Mitteilung vom 4. September die Saison und ergänzt, dass alle vierzehn der verkehrsreichsten Häfen der Region eine sinkende Fahrplantreue zeigen.

Die Häfen wollten bis Ende September abgearbeitet haben. Der Feiertag beginnt am 1. Oktober.

Die Ausgangslage 2026, in einem Satz

Gestrichen wird die Woche danach, nicht die Woche selbst

Die naheliegende Vorstellung lautet, die Reedereien strichen die Feiertagswoche, weil ohnehin nichts läuft. Das veröffentlichte Programm sagt etwas anderes, und die Form ist der brauchbare Teil.

DienstReiseLadehafenGeplante AbfahrtLage zum Feiertag
SE3640WQingdao28.09.2026davor
SE1641WNingbo08.10.2026danach
NE2641WShanghai10.10.2026danach
NE3 „Maersk Cambridge“ (als Ersatz genannt)641WShanghai06.10.2026im Feiertag – Cut-off liegt im Stillstand
NE1 „Al Nefud“ (als Ersatz genannt)640WShanghai10.10.2026danach
Die drei gestrichenen Asien–Europa-Abfahrten von Hapag-Lloyd rund um die Golden Week 2026 und zwei der genannten Ersatzabfahrten, nach einer Kundenmitteilung vom 20. August 2026. Wichtig: Diese Angaben stammen aus der Wiedergabe eines Dritten; die Seiten von Hapag-Lloyd waren aus unserer Umgebung nicht abrufbar. Prüfen Sie Reisenummern und Termine bei Ihrer eigenen Reederei nach, bevor Sie dagegen planen. Die vierte Zeile ist der eigentliche Punkt: Die angebotene Ersatzabfahrt fährt mitten im Feiertag, ihr Cut-off liegt damit im Stillstand.

Die Reedereien streichen nicht die Feiertagswoche. Sie streichen die Woche danach, weil die Ladung, die diese Schiffe gefüllt hätte, nie produziert wurde. Das dreht den praktischen Rat um: Die Abfahrt, um die Sie sich sorgen sollten, ist nicht die letzte vor dem Stillstand, sondern die erste danach – also genau die, auf die Sie im Fall einer Rollung geschoben würden.

Drewrys Bewertung vom 3. September 2026 führt den Gesamtindex bei 4.465 USD je 40-Fuß-Container, unverändert zur Vorwoche nach 4.526 USD am 20. August, mit Shanghai–Rotterdam bei 4.092 USD (−5 %), Shanghai–Genua bei 4.368 USD (−10 %), Shanghai–Los Angeles bei 7.185 USD (+5 %) und Shanghai–New York bei 9.587 USD (+3 %). Für die Folgewoche kündigte Drewry sechs gestrichene Abfahrten im Transpazifik an gegen zwei in der Vorwoche, während Asien–Europa von vier auf eine zurückging. Im Cancelled Sailings Tracker vom 4. September entfallen 68 % der Störungen auf den Transpazifik in Ostrichtung, 17 % auf Asien–Nordeuropa und das Mittelmeer und 15 % auf den Transatlantik. Wer aus Asien nach Europa importiert, liest in den Schlagzeilen über gestrichene Kapazität also überwiegend den Verkehr anderer Leute. Wie sich die Ratenseite in diesem Jahr insgesamt bewegt hat, steht in unserem Bericht zu den Seefrachtraten 2026.

Ihre Ankunftsrechnung

Die Zahl, die zählt, ist nicht das Abfahrtsdatum, sondern der Rampentermin – und auf der Relation Shanghai–Hamburg gibt es dafür 2026 keine einzelne Antwort, sondern eine Spanne. Ein Teil der Asien–Europa-Dienste ist wieder durch den Suezkanal unterwegs, ein anderer läuft weiter um das Kap der Guten Hoffnung; das Asien–Europa-Netz der Gemini Cooperation ist ausdrücklich um die Kaproute herum gebaut. Der Routing Finder von CMA CGM lieferte für Shanghai–Hamburg im Juli 2026 zwei Werte, die neun Tage auseinanderliegen: 36 Tage für eine Abfahrt am 11. Juli und 46 Tage für eine am 22. Juli. Dieselbe Relation, derselbe Monat. Lesen Sie Ihre Seelaufzeit deshalb aus Ihrer eigenen Buchungsbestätigung ab, nicht aus einer Faustzahl.

SzenarioAbfahrt ShanghaiSeelaufzeitETA HamburgAn der Rampe
Cut-off gehalten, Suez-RouteMi 30.09.2026rund 36 TageDo 05.11.2026Di 10. – Do 12.11.2026
Cut-off gehalten, Kap-RouteMi 30.09.2026rund 46 TageSo 15.11.2026Do 19. – So 22.11.2026
Cut-off gerissen, Suez-RouteDi 13.10.2026rund 36 TageMi 18.11.2026Mo 23. – Mi 25.11.2026
Cut-off gerissen, Kap-RouteDi 13.10.2026rund 46 TageSa 28.11.2026Mi 02. – Sa 05.12.2026
Die letzte realistisch erreichbare Abfahrt vor dem Feiertag ist Mittwoch, der 30. September; das Gate-in liegt dann um den 28./29. September und der Dokumenten-Cut-off um den 25./26. – also im Mondfestblock. Wer sie reißt, gated frühestens ab dem 8. Oktober ein und fährt hinter dem Rückstau her; wir rechnen mit dem 13. Oktober. Die 4 bis 7 Tage von der ETA bis zur Rampe (Löschen und Terminalfreigabe, Zollabfertigung in ATLAS, Nachlauf) sind Planungswerte deutscher Spediteure, keine amtliche Zahl – eine Beschau kostet einen weiteren Tag. Auch die Seelaufzeiten sind eine Spanne und keine Zusage.

Halten Sie das gegen die Saison. Das Weihnachtsgeschäft ist in Deutschland eine gemessene Größe: Der Handelsverband Deutschland zählt November und Dezember zusammen und beziffert sie auf 18,5 % des Jahresumsatzes im Einzelhandel (die Umsatzprognose für die jeweilige Saison veröffentlicht der HDE erst Ende Oktober; zuletzt lag sie am 5. November 2025 bei 126,2 Mrd. Euro). Der Startschuss ist nicht der Black Friday am 27. November 2026, sondern der 1. Advent am 29. November – und im Lager muss die Ware lange davor stehen, wareneingangsgeprüft, etikettiert und kommissioniert, also Ende Oktober bis Anfang November. Genau dort liegt eine deutsche Besonderheit im Weg: Samstag, der 31. Oktober (Reformationstag, gesetzlicher Feiertag in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und fünf weiteren Ländern), und Sonntag, der 1. November (Allerheiligen, gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland), sind beide in § 30 Abs. 4 StVO gelistet. Für Lkw über 7,5 t zGG steht der Nachlauf über die Straße an diesem Wochenende zwei Tage still – in den Küstenländern, durch die jede Box aus Hamburg und Bremerhaven abfließt, und im industriellen Westen und Süden, wo sie hinsoll. Der Ausweg steht in § 30 Abs. 3 StVO und hat Containerform: Der kombinierte Güterverkehr Hafen–Straße ist bis zu einem Umkreis von 150 km ausgenommen, Schiene–Straße bis 200 km. Das deutsche Recht privilegiert an diesen Tagen ausgerechnet die Box, nicht die gestrippte Teilladung.

Was ein Container zu viel in diesem Quartal kostet

In einer normalen Woche ist ein halbleerer Container zu viel ein Buchhaltungsproblem. Sie haben drei gebucht, wo zwei gereicht hätten, und der dritte kostet Sie eine Frachtrate. Für ein deutsches Einkaufsbüro ist die Bezugsgröße dabei ein Umweg: Der Drewry-Index führt keine Notierung Shanghai–Hamburg. Gelesen wird ersatzweise Shanghai–Rotterdam, und die stand am 3. September 2026 bei 4.092 USD je FEU. Ärgerlich, überlebbar, und in der Regel etwas, das im Quartalsgespräch auffällt und nicht am selben Tag.

In den zwei Wochen um einen Feiertag hört der dritte Container auf, eine Position zu sein, und wird zu einem Terminproblem. Er ist eine weitere Buchung, die durch dasselbe Dreitagesfenster in Shanghai muss, eine weitere Box in derselben Liegeplatzschlange – und am anderen Ende eine weitere Box, die durch ein deutsches Terminal muss, dessen Tarifrunde offen ist. Drei Container müssen dreimal durch dasselbe Nadelöhr, zwei nur zweimal, und in diesem Quartal gibt es zwei Nadelöhre – eins in Shanghai, eins in Hamburg. Zwischen ihnen ist die Zahl der Boxen die einzige Größe, die ein Verlader vollständig selbst in der Hand hat. Wer jetzt an die Bahn denkt: China–Duisburg ist keine Ausweichlösung für dieses Problem. Die Züge werden von denselben Werken beladen, von denselben Zollstellen abgefertigt und über dieselben Terminals eingeliefert, die zwischen dem 25. September und dem 7. Oktober bis auf drei Tage stillstehen – das ist Logik, kein belegter Fahrplanhinweis, aber es ist die richtige Erwartung. Was die Bahn kauft, ist Zeit, wenn sie fährt: Spediteure nennen 14 bis 20 Tage China–Deutschland gegen 30 bis 48 Tage auf See. Der Preis je Container liegt dabei um ein Vielfaches über der Seefracht, und deshalb schmerzt der halbleere Container auf der Schiene ungleich stärker als im Schiff. Das Dichteargument wird beim Verkehrsträgerwechsel nicht schwächer, sondern schärfer.

Dieselbe Bestellung, gebucht, wie die meisten Bestellungen gebucht werden: eine Artikelgruppe je Container. 110 Sammelkartons Kunstweihnachtsbäume füllen 43,27 % eines 40-Fuß-High-Cube und 16,15 % seiner Zuladung. Das leere Drittel zur Tür hin ist kein Packfehler – es ist das Ergebnis davon, dass die Trennung nach Artikelgruppen entschieden wurde, bevor jemand ausgerechnet hat, was daneben noch hineinpasst.

Der Grund, warum das einen Artikel wert ist und keine Fußnote: Eine Bestellung nach Artikelgruppen zu trennen, ist kein Fehler, den jemand leichtfertig macht. Es ist einfacher für das Lager, einfacher für die Packliste, einfacher für die Zollanmeldung, und so wird ein großer Teil aller Bestellungen verschifft. Es kostet einen Container von dreien, und elf Monate im Jahr ist das ein Preis, den man sehenden Auges zahlt. Im September nicht.

870 Kartons, zwei Ladepläne

Hier ist die Bestellung, zweimal durch CargoDuo gerechnet. Eine gewöhnliche Herbstsendung Spielwaren und Weihnachtsdekoration ab Shanghai – drei Artikelgruppen, 870 Kartons, zusammen 127,56 m³ und 18.540 kg.

ArtikelgruppeKartonGewichtKartonsVolumen
Kunstweihnachtsbaum 210 cm, Sammelkarton200 × 60 × 25 cm42 kg11033,00 m³
Christbaumkugeln und Lichterketten, Umkarton60 × 40 × 40 cm12 kg46044,16 m³
Spielzeug-Sortimentskarton, Bausteine und Spiele120 × 70 × 20 cm28 kg30050,40 m³
Summe18.540 kg870127,56 m³
Ein 40-Fuß-High-Cube misst innen 1.203,2 × 235,2 × 269,5 cm, also 76,3 m³, und nimmt 28.600 kg auf. Diese Bestellung liegt nirgends in der Nähe der Gewichtsgrenze; sie ist ein reines Volumenproblem – der Normalfall bei Konsumgütern und das Gegenteil der Fassware, die wir in Containermaße gerechnet haben. Wie man von Kartonmaßen auf das Frachtvolumen kommt, steht in der CBM-Berechnung.

Plan A: eine Artikelgruppe je Container

ContainerKartonsVolumen genutztZuladung genutzt
40 HC Nr. 1 – Weihnachtsbäume11043,27 %16,15 %
40 HC Nr. 2 – Kugeln und Lichterketten46057,90 %19,30 %
40 HC Nr. 3 – Spielzeugsortiment30066,08 %29,37 %
Drei Buchungen87055,75 % im Mittel21,61 % im Mittel

Jeder dieser drei Container ist sauber beladen. Nichts ist schlecht gestapelt, nichts ist zu schwer, und jeder für sich sieht nach einer vernünftigen Nutzung einer Box aus. Der Verlust steckt nicht in einem einzelnen Container – er steckt in der Entscheidung, drei davon zu haben.

Plan B: dieselben 870 Kartons, als eine Ladung geplant

Blick von oben auf den ersten Container aus Plan B. Die 55 cm Breite, die die Baumkartons nicht nutzen können, nehmen die Umkartons mit Kugeln und Lichterketten ein; die Sortimentskartons decken den Stapel ab. Nichts daran ist raffiniert – es ist schlicht das, was passiert, wenn die drei Gruppen einander sehen dürfen.

Gemeinsam geplant passen dieselben 870 Kartons in zwei 40-Fuß-High-Cubes mit 91,86 % und 75,40 %, ohne Rest. Der erste Container trägt 463 Kartons und 10,94 t, der zweite 407. Die Gewichtsverteilung links/rechts liegt bei 7,85 % und damit bequem in der Toleranz.

Der zweite Container schließt bei 75,40 %. Dieser Rest ist kein Verlust – er ist der einzige Platz, an den eine späte Nachlieferung noch geht, ohne eine dritte Buchung zu öffnen. In der letzten Septemberwoche ist das mehr wert als die Fracht, die er spart.
Nach Artikelgruppen getrenntAls eine Ladung geplantDifferenz
Gebuchte Container32−1
Volumenauslastung im Mittel55,75 %83,63 %+27,88 Prozentpunkte
Verschiffte Kartons870870unverändert
Fracht zu 4.092 USD (Shanghai–Rotterdam)12.276 USD8.184 USD−4.092 USD
Fracht zu 7.185 USD (Shanghai–Los Angeles)21.555 USD14.370 USD−7.185 USD
Buchungen, die durch ein Gate müssen32−1

Das Geld ist echt und es ist nicht der Punkt. Der Punkt ist die letzte Zeile. In der Woche vom 28. bis 30. September ist der Unterschied zwischen zwei und drei Buchungen nicht 4.092 USD – er ist eine Sache weniger, die innerhalb eines Dreitagesfensters gutgehen muss, eine Box weniger, die auf eine bereits gestrichene Abfahrt gerollt werden kann, und eine Box weniger, die sechs Wochen später durch ein deutsches Terminal muss, an dem am selben Morgen die Nachtschicht die Arbeit niedergelegt haben kann.

Vor dem 30. September

Die Beladereihenfolge des ersten Containers, mitten im Ablauf. Stirnwand zuerst, von unten nach oben, von links nach rechts. Wenn die Ladekolonne drei Tage hat statt drei Wochen, ist die Reihenfolge genauso viel wert wie der Plan.
Die zwei Wochen, die es entscheiden
  • Jeden Planungskalender mit Stand 2025 ersetzen – die Form des Feiertags hat sich geändert und die Ausgleichstage auch.
  • Sonntag, den 20. September, als Arbeitstag mit Lieferant und Vorlauf-Frachtführer bestätigen, ebenso Samstag, den 10. Oktober, für den Wiederanlauf.
  • Gate-in, Dokumenten-Cut-off und VGM-Frist aus jeder einzelnen Buchungsbestätigung ziehen. Nicht gegen eine allgemeine Leiter planen.
  • Den Lieferanten ausdrücklich bitten, die Ausfuhranmeldung im Sieben-Tage-Vorabfenster abzugeben, statt auf den Eingang in den Zollüberwachungsbereich zu warten.
  • Wo ein Abfertigungstermin im Feiertag nötig ist: mindestens zwei Arbeitstage vorher beantragen – und wissen, dass Unternehmen mit negativem Eintrag in der Regel abgelehnt werden.
  • Die ganze Bestellung vor der Buchung als eine Ladung planen, nicht eine Buchung je Artikelgruppe.
  • Die Rate am 30. September benchmarken. Die nächste Notierung kommt am 9. Oktober.
  • Vor jeder Rollung prüfen, ob die angebotene Ersatzabfahrt selbst gestrichen ist oder ihren Cut-off im Feiertag hat.
  • Für Ankünfte ab Ende Oktober zwei Termine im Nachlauf vorhalten: Das Fahrverbotswochenende 31.10./01.11. steht fest, ein Warnstreik in den deutschen Seehäfen kommt kurzfristig – und er trifft alle sechs Standorte gleichzeitig.
  • Der Ladekolonne die Reihenfolge mitgeben, nicht nur den Plan – drei Tage reichen nicht, um einen Container noch einmal zu machen.

Der Wiederanlauf und was der 10. Oktober bedeutet

Die meisten Ratgeber zeigen den 8. Oktober als „wieder im Dienst“ und unterstellen danach stillschweigend ein normales Wochenende. Es gibt kein normales Wochenende. Donnerstag der 8., Freitag der 9. und Samstag der 10. Oktober sind sämtlich Arbeitstage, und der erste Ruhetag nach dem Feiertag ist ein einzelner Sonntag, der 11. Oktober.

In diesen drei Tagen wird der Rückstau angegriffen, und in denselben drei Tagen greifen die Streichungen: Zwei der drei bekannten Hapag-Lloyd-Ausfälle auf Asien–Europa liegen am 8. und am 10. Oktober. Werke laufen zudem langsamer wieder an, als der Kalender nahelegt, denn die Anordnung des Staatsrats selbst ermuntert die Betriebe, den Block mit bezahltem Jahresurlaub zu verbinden, damit shiji xingcheng jiao chang jiaqi – „in der Praxis ein längerer Urlaub entsteht“. Die Regierung rechnet also selbst damit, dass die tatsächlichen Abwesenheiten länger dauern als die gedruckten.

Das andere Ende der Startbahn ist das chinesische Neujahr, das nach dem Mondkalender auf Samstag, den 6. Februar 2027, fällt. Die offizielle Feiertagsanordnung des Staatsrats für 2027 lag Anfang September 2026 noch nicht vor – die für 2026 erschien am 4. November 2025. Das Datum des Festes ist kalendarisch sicher, die Werksferien sind es nicht: Chinesische Werke schließen üblicherweise ein bis zwei Wochen vorher. Planen Sie nicht gegen eine Vermutung, aber halten Sie fest, dass die Q1-Nachbestellung produziert werden muss, während in Deutschland selbst zwischen den Jahren Betriebsruhe herrscht – Marktpraxis, keine gesetzliche Regel, aber jeder, der schon einmal am 28. Dezember eine Freigabe gebraucht hat, kennt sie. Wer jetzt zwei Wochen verliert, geht ohne Reserve in diese zweite Enge.

Fazit

Die ehrliche Zusammenfassung der Golden Week 2026 lautet: Der Feiertag ist kleiner, als man Ihnen gesagt hat, und das Risiko ist größer. Vier Arbeitstage sind eine milde Unterbrechung. Vier Arbeitstage, die auf ein Hafensystem mit rund zehn Tagen Rückstand fallen, dessen eigener Abbautermin der erste Feiertag ist, bei Reedereien, die die Woche danach streichen statt der Woche selbst, mit einem Preissignal, das neun Tage lang ausgeschaltet ist, und einem deutschen Empfangshafen, dessen Tarifrunde ungelöst ist – das ist eine andere Lage.

Fast nichts davon steht in Ihrer Hand. Die Liegeplatzschlange nicht, das Streichungsprogramm nicht, der Cut-off Ihrer Buchung wird von jemand anderem gesetzt und ist nirgends im Voraus nachlesbar, und ob in Hamburg gearbeitet wird, entscheidet ein Verhandlungstisch, an dem Sie nicht sitzen. In Ihrer Hand steht, wie viele Boxen Sie durch diese Engstellen schieben müssen. In dem Beispiel oben waren es drei, und es hätten zwei sein müssen – und der Unterschied war kein Packtrick, sondern die Entscheidung, die ganze Bestellung einmal im Ganzen anzusehen, bevor sie in Buchungen zerfällt. Der billigste Container ist der, den Sie nie buchen. Der teuerste ist der, für den es keinen Slot mehr gibt.

Häufige Fragen

Wann ist die Golden Week 2026 in China genau?

Die Golden Week zum Nationalfeiertag läuft vom 1. bis 7. Oktober 2026, sieben Tage. Das Mondfest liegt in diesem Jahr getrennt davon: vom 25. bis 27. September 2026, drei Tage. Sonntag, der 20. September, und Samstag, der 10. Oktober 2026, sind angeordnete Arbeitstage, die den Nationalfeiertagsblock ausgleichen. Die Termine stammen aus der Anordnung des Staatsrats Guobanfa Mingdian [2025] Nr. 7 vom 4. November 2025.

Sind es 2026 acht Tage am Stück frei?

Nein. Das war 2025, als das Mondfest auf den 6. Oktober fiel und mit dem Nationalfeiertag zu einem einzigen Block vom 1. bis 8. Oktober verschmolz. 2026 liegen die beiden Blöcke sechs Tage auseinander: Das Mondfest endet am Sonntag, dem 27. September, der Nationalfeiertag beginnt am Donnerstag, dem 1. Oktober, und dazwischen liegen drei Arbeitstage. Der längste zusammenhängende arbeitsfreie Zeitraum im Herbst 2026 umfasst sieben Tage, vom 1. bis 7. Oktober.

Wie viele Arbeitstage kostet der Stillstand 2026 tatsächlich?

Vier. Vom 14. September bis 12. Oktober 2026 bleiben 17 Arbeitstage, wo ein normaler Kalender 21 hergäbe. Die Golden Week nimmt fünf Werktage und gibt über die beiden Ausgleichstage zwei zurück; das Mondfest nimmt einen, weil es auf einen Freitag fällt und ihm kein Ausgleichstag angehängt ist.

Wann ist der letzte Cut-off vor der Golden Week 2026?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort, und jeder Artikel, der Ihnen eine nennt, rät. Maersk und Hapag-Lloyd erklären beide, dass Dokumenten-, VGM- und Gate-in-Fristen je Buchung und je Terminal festgelegt werden und nur auf der Buchungsbestätigung stehen. Die einzige feste rechtliche Frist sind 24 Stunden vor dem Verladen; sie gilt für die EU-Einfuhranmeldung nach Art. 105 UZK-DA ebenso wie für die US-, die britische und die chinesische Ausfuhrseite. Praktisch ist die letzte realistisch erreichbare Abfahrt ab Shanghai der 30. September, was ein Gate-in um den 28./29. bedeutet – und einen Dokumenten-Cut-off, der im Mondfest liegt.

Bleibt der chinesische Zoll während der Golden Week geschlossen?

Nein. Der Zoll geht auf Notbesetzung mit Abfertigung nach Terminvereinbarung, hält die Sonderzollgebiete rund um die Uhr offen und fährt eine grüne Spur für Ladung mit unmittelbar bevorstehender Abfahrt, während die Schalterhallen für die persönliche Anmeldung geschlossen bleiben. Ein Abfertigungstermin im Feiertag ist grundsätzlich zwei Arbeitstage im Voraus zu beantragen; Unternehmen mit negativem Eintrag werden dabei in der Regel abgelehnt.

Welche Abfahrt ist das größere Risiko – die letzte davor oder die erste danach?

Die erste danach. Die Reedereien streichen die Woche nach dem Feiertag und nicht die Feiertagswoche selbst, weil die Ladung, die diese Schiffe gefüllt hätte, nie produziert wurde. Von den drei bekannten Asien–Europa-Streichungen bei Hapag-Lloyd liegen zwei am 8. und am 10. Oktober, und eine der genannten Ersatzabfahrten fährt am 6. Oktober, also mitten im Feiertag – ihr Cut-off liegt im Stillstand. Prüfen Sie vor jeder Rollung, worauf Sie gerollt werden sollen.

Wann steht die Ware in Deutschland an der Rampe?

Wer die Abfahrt am 30. September hält, kommt bei rund 36 Tagen Seelaufzeit am 5. November in Hamburg an und steht mit 4 bis 7 Tagen für Löschen, Zollabfertigung und Nachlauf um den 10. bis 12. November an der Rampe; auf der Kaproute mit rund 46 Tagen wird daraus der 19. bis 22. November. Wer den Cut-off reißt, gated realistisch erst um den 13. Oktober ein und steht zwischen dem 23. November und dem 5. Dezember da – also frühestens in der Woche des Black Friday am 27. November und im ungünstigen Fall erst nach dem 1. Advent. Zwei deutsche Bremsen liegen in diesem Fenster: das Fahrverbotswochenende am 31. Oktober und 1. November nach § 30 Abs. 4 StVO, von dem der kombinierte Verkehr Hafen–Straße bis 150 km ausgenommen ist, und die ungelöste Tarifrunde der deutschen Seehäfen, deren Warnstreiks alle sechs Standorte gleichzeitig treffen.

Was bringt es, die ganze Bestellung vor der Buchung als eine Ladung zu planen?

Durch ein Gate müssen Container, nicht Kartons. In unserem Rechenbeispiel füllte eine Bestellung über 870 Kartons, nach Artikelgruppen getrennt gebucht, drei Container zu 43 %, 58 % und 66 %; als eine Ladung geplant passte sie in zwei zu 91,86 % und 75,40 %, ohne Rest. Das ist eine Buchung weniger, die durch ein Dreitagesfenster muss, eine Box weniger, die gerollt werden kann, und eine Box weniger im deutschen Terminal – zusätzlich zu einer vollen gesparten Frachtrate von 4.092 USD auf Shanghai–Rotterdam.

Die Feiertagstermine stammen aus der Mitteilung des Generalbüros des Staatsrats zur Regelung einzelner Feiertage 2026 (Guowuyuan Bangongting guanyu 2026 nian bufen jiejiari anpai de tongzhi, Dokument Guobanfa Mingdian [2025] Nr. 7) vom 4. November 2025, veröffentlicht über Xinhua, und aus der Verordnung über die arbeitsfreien Tage an nationalen Fest- und Gedenktagen (Quanguo Nianjie ji Jinianri Fangjia Banfa) in der vierten Fassung, in Kraft seit dem 1. Januar 2025. Ratenangaben nach dem World Container Index von Drewry vom 3. September 2026; der WCI wird jeden Donnerstag neu bewertet, prüfen Sie also die aktuelle Notierung, bevor Sie zitieren – und beachten Sie, dass der Index keine Relation Shanghai–Hamburg führt. Die Verteilung der Streichungen und die Streichquote der Gemini Cooperation stammen aus dem Cancelled Sailings Tracker vom 4. September 2026; eine belastbare Gesamtzahl gestrichener Abfahrten für die Feiertagswochen konnten wir nicht prüfen und nennen deshalb keine. Zur Tarifrunde: ver.di zur Ablehnung am 1. September 2026 und zum Warnstreik an sechs Häfen, ZDS zu Angebot und Statement. Sonntags- und Feiertagsfahrverbot und die Ausnahmen für den kombinierten Verkehr nach § 30 Abs. 3 und Abs. 4 StVO in der Fassung des BALM; Fälligkeiten der Einfuhrabgaben nach Art. 110 Buchst. b UZK und § 21 Abs. 3a UStG laut zoll.de; Anteil des Weihnachtsgeschäfts am Jahresumsatz nach HDE (die genannte Umsatzprognose ist die vom 5. November 2025; für 2026 liegt noch keine vor). Planungswerte, keine harten Zahlen, sind: die Seelaufzeiten Shanghai–Hamburg von rund 36 bis 46 Tagen (Angaben des Routing Finders von CMA CGM, aus dem Suchindex gelesen, die Seite selbst war nicht abrufbar), die 4 bis 7 Tage von der ETA bis zur Rampe, die Bahnlaufzeiten China–Deutschland von 14 bis 20 Tagen und die Streichungstabelle von Hapag-Lloyd, die nur über die Wiedergabe eines Dritten belegbar war. Dass die China–Europa-Züge in denselben Tagen stillstehen, ist eine Schlussfolgerung aus geschlossenen Werken, Zollstellen und Terminals und keine belegte Fahrplanmeldung. Alle CargoDuo-Werte sind echte Ausgaben der App und stimmen mit den Screenshots überein. Etwas verschoben, das hier noch alt steht? Schreiben Sie uns, wir korrigieren es.

VERFASST VON
CargoDuo Team
Team Ladeplanung
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