Die Außenlänge eines 40-Fuß-Containers beträgt 12.192 mm. Diese Zahl steht so in der ISO 668, und ihre Toleranz läuft nur in eine Richtung — der Container darf 10 mm kürzer sein, keinen Millimeter länger. Die Innenlänge taucht in der Norm als Zahl überhaupt nicht auf.
Kurze Antwort: Ein 20'DC misst innen 5,90 × 2,35 × 2,39 m (33,2 m³), ein 40'DC 12,03 × 2,35 × 2,39 m (67,7 m³), ein 40-Fuß-High-Cube 12,03 × 2,35 × 2,70 m (76,3 m³) und ein 45-Fuß-High-Cube 13,56 × 2,35 × 2,70 m (86,0 m³). Das sind branchenübliche Werte. Was die ISO garantiert, ist eine Untergrenze darunter — nicht diese Zahlen selbst.
In diesem einen Satz steckt das ganze Problem mit Containermaßen: Das Außenmaß ist genormt, das Innenmaß nicht, und beim Gewicht gibt es nicht eine Obergrenze, sondern drei. Nachfolgend jede Zahl, woher sie stammt — und welche davon tatsächlich bindet.
Containermaße-Tabelle: 20 Fuß, 40 Fuß und High Cube
| Container | Außenmaß (L × B × H) | Innenmaß (L × B × H) | Volumen | Türöffnung (B × H) |
|---|---|---|---|---|
| 20'DC | 6,058 × 2,438 × 2,591 m | 5,90 × 2,35 × 2,39 m | 33,2 m³ | 2,34 × 2,28 m |
| 40'DC | 12,192 × 2,438 × 2,591 m | 12,03 × 2,35 × 2,39 m | 67,7 m³ | 2,34 × 2,28 m |
| 40'HC | 12,192 × 2,438 × 2,896 m | 12,03 × 2,35 × 2,70 m | 76,3 m³ | 2,34 × 2,58 m |
| 45'HC | 13,716 × 2,438 × 2,896 m | 13,56 × 2,35 × 2,70 m | 86,0 m³ | 2,34 × 2,58 m |
| 20'HC | 6,058 × 2,438 × 2,896 m | 5,90 × 2,35 × 2,69 m | 37,3 m³ | 2,34 × 2,58 m |
Dieselben fünf Container, diesmal von der Gewichtsseite
| Container | Tara | Zuladung | Zul. Gesamtgewicht | Gewichtslimitiert ab |
|---|---|---|---|---|
| 20'DC | ca. 2.200 kg | ca. 28.280 kg | 30.480 kg | 850 kg/m³ |
| 40'DC | ca. 3.700 kg | 26.780 / 28.800 kg | 30.480 / 32.500 kg | 425 kg/m³ |
| 40'HC | ca. 3.850 kg | ca. 28.650 kg | 32.500 kg | 375 kg/m³ |
| 45'HC | ca. 4.700 kg | ca. 27.800 kg | 32.500 kg | 325 kg/m³ |
| 20'HC | ca. 2.140 kg | ca. 28.340 kg | 30.480 kg | 760 kg/m³ |
Warum das Außenmaß nicht das Innenmaß ist
Containerbezeichnungen (20 Fuß, 40 Fuß, 45 Fuß) beschreiben die Außenlänge, die in der ISO 668 festgeschrieben ist. Das Innenmaß ist das, was nach Abzug von Sickentiefe, Eckbeschlägen, Bodenkonstruktion und Dachprofilen übrig bleibt. Wo der Verlust anfällt, ist je Achse verschieden — und, überraschend genug, bei jeder Baugröße gleich:
| Achse | Verlust | Wohin er geht |
|---|---|---|
| Länge | 16,0 cm (bei allen Größen identisch) | Gesickte Stirnwand samt Frontrahmen ca. 7 cm; zwei Türflügel, Türsturz und Verschlussgestänge am Türende ca. 9 cm |
| Breite | 8,6 cm (rund 4,3 cm je Seite) | Die 36 mm tiefe Trapezsicke jeder Seitenwand, die Innenverkleidung und die Eckbeschläge, die ca. 3 mm über die Wandebene hinausstehen |
| Höhe (8'6" Standard) | 19,8 cm | Bodenkonstruktion ca. 17 cm, Dach ca. 2,8 cm |
| Höhe (9'6" High Cube) | 19,6 cm | Gleicher Boden, gleiches Dach — die 30,5 cm Mehrhöhe des High Cube gehen komplett in die Innenhöhe |
Auch das Verhältnis zwischen 20 und 40 Fuß ist kein Zufall. Kurze Container werden bewusst kürzer gebaut als ihr Nennmaß, damit zwei von ihnen mit 76 mm Spalt dazwischen exakt einen 40-Fuß-Stellplatz ausfüllen:
2 × 6.058 mm + 76 mm = 12.192 mm (zwei 20' = ein 40'-Stellplatz) 4 × 2.991 mm + 3 × 76 mm = 12.192 mm (vier 10') 9.125 mm + 2.991 mm + 76 mm = 12.192 mm (ein 30' + ein 10')
Daraus folgt eine praktische Warnung: Ein 20-Fuß-Container ist nicht 6,096 m lang. Die wörtliche Umrechnung von 20 Fuß liegt 38 mm über jedem realen Container — und diese 38 mm sind genau die Hälfte des 76-mm-Modulspalts. Das ist der häufigste Zahlenfehler in Ladeberechnungen, und er verdoppelt sich, sobald zwei 20-Fuß-Container als ein 40-Fuß-Stellplatz gerechnet werden.
Zu den Innenmaßen sagt die ISO nur ein Mindestmaß: Die Innenmaße sollen „so groß wie möglich“ sein, dürfen aber in keinem Fall unter die Werte der Tabelle 3 fallen — 11.998 mm Länge beim 40-Fuß-Container, 2.330 mm Breite und „nominelle Außenhöhe minus 241 mm“. Reale Container übertreffen dieses Minimum um 3-4 cm. Deshalb gibt es die eine Innenlänge eines 40-Fuß-Containers schlicht nicht; allein Hapag-Lloyd veröffentlicht für seine eigene 40'HC-Baureihe drei verschiedene Innenbreiten. Nehmen Sie das ISO-Mindestmaß, wenn Sie garantiert wissen wollen, ob ein Stück hineinpasst, und das Datenblatt der Reederei, wenn Sie eine Auslastung ausrechnen.
Das Maß, das niemand prüft: die Türöffnung
So groß der Innenraum auch sein mag — geht die Ladung nicht durch die Tür, nützt Ihnen der Container nichts. Die lichte Türöffnung ist immer kleiner als der Innenquerschnitt, und der Verlust ist unsymmetrisch: in der Breite fast nichts, in der Höhe viel.
| Container | Innenhöhe | Türhöhe | Verlust | Innenbreite | Türbreite | Verlust |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 20'DC | 2,39 m | 2,28 m | −11,3 cm | 2,35 m | 2,34 m | −1,2 cm |
| 40'DC | 2,39 m | 2,28 m | −11,3 cm | 2,35 m | 2,34 m | −1,2 cm |
| 40'HC | 2,70 m | 2,58 m | −11,5 cm | 2,35 m | 2,34 m | −1,2 cm |
| 45'HC | 2,70 m | 2,58 m | −11,5 cm | 2,35 m | 2,34 m | −1,2 cm |
| 40'RF HC | 2,53 m | 2,54 m | ca. 0 | 2,28 m | 2,28 m | ca. 0 |
High Cube: die Ökonomie von 31 Zentimetern
Der einzige Unterschied zwischen einem 40'HC und einem 40'DC ist die Innenhöhe: 2,70 m gegenüber 2,39 m. Die Grundfläche ist identisch — deshalb ändert sich die Zahl der Paletten auf dem Boden nicht.
| 40'DC | 40'HC | Differenz | |
|---|---|---|---|
| Innenhöhe | 2,39 m | 2,70 m | +31 cm |
| Volumen | 67,7 m³ | 76,3 m³ | +8,6 m³ (12,7 %) |
| Europaletten auf dem Boden | 25 | 25 | gleich |
| Türhöhe | 2,28 m | 2,58 m | +30 cm |
| Max. Ladehöhe je Palette für Doppelstapelung | ca. 1,15 m | ca. 1,30 m | +15 cm |
| Tara | ca. 3.700 kg | ca. 3.850 kg | +150 kg |
Bei leichten, voluminösen Gütern — Textilien, Möbel, Verpackung, Kunststoffe, Spielwaren — ist es ein glatter Kapazitätsverlust, keinen High Cube zu buchen. Bei dichten Gütern — Keramik, Glas, Metall, Chemie — bringt er gar nichts: Solche Ladungen erreichen die Gewichtsgrenze lange bevor das Volumen voll ist, und die 150 kg Mehrtara des High Cube kosten dann sogar Zuladung.
| Dichte der Ladung | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| unter 200 kg/m³ | 40'HC | Das Volumen ist zuerst voll; die 8,6 m³ mehr sind reiner Gewinn |
| 200-400 kg/m³ | 40'HC oder 40'DC | Rechnen lohnt sich; meist gewinnt der HC trotzdem |
| über 400 kg/m³ | 40'DC oder geteilte Sendung | Das Gewicht ist zuerst voll; Mehrvolumen ist verschenkt |
Kühlcontainer: der Container mit dem irreführendsten Maß
Im Kühlcontainer summieren sich zwei Verluste: das Kühlaggregat in der Stirnwand und die Polyurethandämmung auf jeder Fläche. Das Ergebnis sind fast zehn Kubikmeter Unterschied zwischen zwei Containern, die von außen gleich aussehen.
| 40'DC | 40'HC | 40'RF HC | Differenz Reefer | |
|---|---|---|---|---|
| Innenlänge | 12,03 m | 12,03 m | 11,58 m | −45 cm |
| Innenbreite | 2,35 m | 2,35 m | 2,28 m | −7 cm |
| Innenhöhe | 2,39 m | 2,70 m | 2,53 m | −17 cm (ggü. HC) |
| Volumen | 67,7 m³ | 76,3 m³ | 66,7 m³ | −9,6 m³ (12,6 %) |
| Tara | ca. 3.700 kg | ca. 3.850 kg | ca. 4.300 kg | +450 kg |
| Zul. Gesamtgewicht | 30.480 / 32.500 kg | 32.500 kg | 34.000 kg | +1.500 kg |
Die Dämmung ist dünner, als das Internet glaubt: 80 mm im Dach, 63,5 mm in den Seitenwänden, 74 mm in den Türpaneelen. Die überall wiederholten „200 mm Dämmung“ können gar nicht stimmen — bei 2.280 mm Innenbreite in einer 2.438 mm breiten Hülle bleiben je Seite nur 79 mm, Stahlbleche inklusive.
Open Top, Flatrack und Hardtop: Maße für Übermaßladung
| Equipment | Lademaß (L × B × H) | Dachöffnung | Tara | Zuladung |
|---|---|---|---|---|
| 20' Open Top | 5,90 × 2,35 × 2,34 m (Seite) | 5,34 × 2,23 m | ca. 2.400 kg | ca. 30.100 kg |
| 40' Open Top | 12,03 × 2,35 × 2,34 m (Seite) | 11,55 × 2,22 m | ca. 3.950 kg | ca. 26.600 kg |
| 40'HC Open Top | 12,03 × 2,35 × 2,65 m (Seite) | 11,55 × 2,19 m | ca. 4.250 kg | ca. 28.250 kg |
| 20' Flatrack | 5,61-5,64 × 2,23 × 2,22 m | offen | ca. 2.900 kg | 31.260-42.100 kg |
| 40'HC Flatrack | 11,65 × 2,15-2,37 × 2,25 m | offen | ca. 5.900 kg | 44.050-54.200 kg |
| 40'HC Hardtop | 12,03 × 2,35 × 2,61 m (Seite) | Stahldach abnehmbar | ca. 5.000 kg | ca. 27.500 kg |
Die Spanne von 30 bis 54 t bei der Flatrack-Zuladung ist kein Messrauschen, sondern eine Frage der Rahmenklasse: 34 / 40 / 45 t Bruttomasse bei 20-Fuß-Einheiten und 50 / 55 / 60 t bei 40-Fuß-High-Cubes. Diese Werte setzen außerdem voraus, dass die Last über die volle Länge der Längsträger verteilt ist; eine kurze, konzentrierte Last senkt das zulässige Gewicht nach dem Belastungsdiagramm des Herstellers. Alles über 30 t stammt aus einer begrenzten „heavy tested“-Teilflotte und kann an Terminalbeschränkungen scheitern — es muss also gezielt gebucht werden.
Eine echte Entscheidung: Spezialchemikalien von Hamburg nach Shanghai
Ein Hersteller chemischer Zwischenprodukte verschifft nach China: 20 Industriepaletten mit je vier 200-l-UN-Stahlfässern, 120 × 100 × 95 cm und 1.300 kg brutto je Palette — ein flüssiges Zwischenprodukt mit rund 1,5 kg/l. Das sind 26.000 kg und 22,8 m³. Weil die Fässer auf der Palette sperrig wirken, bucht die Verladeabteilung aus Gewohnheit einen 40-Fuß-High-Cube.
Rechnen Sie zuerst die Dichte: 26.000 kg auf 22,8 m³ ergeben 1.140 kg/m³ — das Dreifache der 375 kg/m³, ab denen ein 40-Fuß-High-Cube gewichtslimitiert ist. Alles Weitere folgt daraus. Der Container mit 76,3 m³ ist am Ende zu 29,9 % ausgelastet — drei Viertel des Volumens sind Luft. Gleichzeitig steht er bei 90,9 % seiner Zuladung von 28.600 kg. Das erste Bild oben zeigt genau diesen Stauplan, gerechnet in CargoDuo.
| 1 × 40'HC | 1 × 40'DC | 2 × 20'DC | |
|---|---|---|---|
| Volumenauslastung | 29,9 % | 33,7 % | 34,4 % (je Container) |
| Gewichtsauslastung (bezogen auf die Zuladung) | 90,9 % | 90,3 % | 46,1 % (je Container) |
| Container + Ladung brutto | 29,9 t | 29,7 t | 15,2 t (je Container) |
| zGG der Fahrzeugkombination | ca. 43,6 t | ca. 43,4 t | ca. 27,4 t (je Zug) |
| Bewertung | ⚠️ Nur im KV bis 150 km (44 t), nur auf Gooseneck-Chassis | ⚠️ Nur im KV bis 150 km (44 t), Höhe unkritisch | ✅ Auf jeder Relation legal, ohne KV-Nachweis |
Damit ist die Entscheidung eindeutig: 26 Tonnen Fässer passen in einen Container, aber nur unter Bedingungen auf einen Lkw. Die 8,6 m³ Mehrvolumen des High Cube bringen dieser Sendung nichts, und seine höhere Tara kostet 150 kg Zuladung. Die Aufteilung auf zwei 20-Fuß-Container hebt die Volumenauslastung auf 34,4 %, drückt jede Kombination auf rund 27,4 t und macht in einem Zug die 44-t-Bedingung, die 150-km-Grenze und die Gooseneck-Frage gegenstandslos.
Tara, Zuladung, zulässiges Gesamtgewicht und VGM: vier Zahlen, vier Bedeutungen
| Begriff | Bedeutung | Wo Sie ihn ablesen |
|---|---|---|
| Tara | Eigenmasse des leeren Containers | Türbeschriftung nach ISO 6346 — nicht auf dem CSC-Schild |
| Zuladung | Maximale Nettoladung = zGG − Tara | Türbeschriftung, aber optional — manche Container führen sie nicht |
| Zul. Gesamtgewicht | Strukturelle Obergrenze des beladenen Containers | CSC-Schild und Türbeschriftung; beide müssen übereinstimmen |
| VGM | Gemessene und gemeldete tatsächliche Bruttomasse einer konkreten Sendung | In der Meldung; steht nie am Container |
Ein gepackter Container ohne verifizierte Bruttomasse (VGM) darf nicht an Bord. Das gilt nach SOLAS Kapitel VI Regel 2 seit dem 1. Juli 2016, und die Pflicht trifft den im Konnossement genannten Verlader — sie ist nicht delegierbar. Zwei Verfahren sind zulässig: Methode 1 wiegt den gepackten Container, Methode 2 addiert die Einzelmassen der Ladung, der Packmittel und der Ladungssicherung zur Tara. In Deutschland ist die Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr zuständig; eine förmliche Einzelzulassung für Methode 2 verlangt sie nicht, wohl aber ein dokumentiertes, nachvollziehbares Verfahren mit geeichten Waagen — in anderen Staaten ist Methode 2 dagegen auf zugelassene Wirtschaftsbeteiligte beschränkt.
Ein weit verbreitetes Missverständnis gehört ausgeräumt: Der SOLAS-Text kennt überhaupt keine Toleranz. Die branchenweit zitierten ±5 % sind eine nationale Aufgriffsschwelle im Vollzug, keine Messtoleranz — Großbritannien wendet sie nach MGN 534 ausdrücklich „im Einzelfall“ an, und Deutschland hat gar keine Schwelle veröffentlicht. Die Pflicht des Verladers, die Masse so genau wie möglich zu ermitteln, wird davon nicht berührt. Wiegt das Terminal nach, gilt die Zahl des Terminals.
Schnellauswahl
| Ihre Ladung | Container | Das entscheidende Maß |
|---|---|---|
| Leicht und voluminös (Textil, Möbel, Verpackung) | 40'HC | 76,3 m³ Innenvolumen |
| Dicht und schwer (Keramik, Glas, Metall, Chemie) | 20'DC oder geteilte Sendung | Zuladung und Straßengrenze |
| Temperaturgeführt | 40'RF HC | 11,58 m Innenlänge, rote Beladelinie |
| Lange Güter (Rohr, Profil, Platte) | 45'HC | 13,56 m Innenlänge |
| Einzelstück höher als 2,58 m | Open Top | Dachöffnung 11,55 × 2,19 m |
| Breiter als 2,34 m oder schwerer als 30 t | Flatrack | Lichte Weite zwischen den Pfosten und Rahmenklasse |
| Übermaß, das trocken bleiben muss | Hardtop | Abnehmbares Stahldach |
| Mischladung, mehrere Entladestellen | 40'HC mit routensortiertem Stauplan | Entladereihenfolge |
Der Vor- und Nachlauf: wo die Maße in Deutschland wirklich beißen
Auf See sind Containermaße genormt. In dem Moment, in dem der Container das Terminal verlässt, übernimmt deutsches Straßenrecht — und dort steht die härteste Zahl des ganzen Artikels. Nach § 32 Abs. 2 StVZO darf die höchstzulässige Höhe über alles 4,00 m nicht überschreiten, und zwar bei „Kraftfahrzeugen, Fahrzeugkombinationen und Anhängern einschließlich mitgeführter austauschbarer Ladungsträger“. Ein Seecontainer ist genau so ein Ladungsträger. Es gibt keine Containerausnahme, keine Toleranz und keinen Trick über die Messung. Die Höhe wird nach ISO 612-1978, Definition 6.3, gemessen — und dann wird gerechnet:
Höhe über alles, § 32 Abs. 2 StVZO 4.000 mm Außenhöhe 40'HC (ISO 668, 9'6") − 2.896 mm verbleibende Aufsattel-/Ladehöhe 1.104 mm Gooseneck-Chassis, Ladehöhe 1.100 mm -> 3.996 mm legal, 4 mm Reserve Plateauchassis, Ladehöhe 1.250 mm -> 4.146 mm 146 mm zu hoch
Vier Millimeter. So groß ist der Spielraum, mit dem ein 40-Fuß-High-Cube in Deutschland legal auf der Straße läuft — und Reifenverschleiß, Reifendruck und die Niveaueinstellung der Luftfederung fressen ihn vollständig auf. Deshalb ist die deutsche Containerspedition komplett auf Gooseneck-Chassis mit Tunnelaussparung standardisiert; ein HC-Auftrag wird abgelehnt, wenn nur Plateauchassis frei sind. Über 4,00 m ist die Fahrt ein Großraumtransport: Ausnahmegenehmigung nach § 70 Abs. 1 StVZO und zusätzlich Erlaubnis nach § 29 Abs. 3 StVO, beantragt über VEMAGS, mit Streckenfreigabe über Brücken und Tunnel, häufig nachts oder mit Begleitung. Das ist eine andere Preisklasse und mehrere Wochen Vorlauf. Ein 40-Fuß-Standardcontainer mit 2,591 m Außenhöhe hat dieses Problem nicht — er bleibt selbst auf einem Plateauchassis unter 3,90 m.
| Regel | Wert | Fundstelle |
|---|---|---|
| Höhe über alles | 4,00 m — harte Grenze, keine Containerausnahme | § 32 Abs. 2 StVZO |
| Breite über alles | 2,55 m; 2,60 m bei klimatisierten Aufbauten mit Seitenwänden ab 45 mm Dämmung | § 32 Abs. 1 StVZO |
| Zul. Gesamtgewicht der Kombination | 40,00 t regulär; 44,00 t im Vor-/Nachlauf des Kombinierten Verkehrs mit 40-Fuß-ISO-Container, Straßenstrecke bis 150 km; 42,00 t bei 2-achsiger Zugmaschine | § 34 Abs. 6 StVZO |
| Achslasten | Einzelachse 10,00 t; Antriebsachse 11,50 t; Dreifachachse Auflieger 21,00 t (Abstand ≤ 1,3 m) bzw. 24,00 t (> 1,3 bis 1,4 m) | § 34 Abs. 4 StVZO |
| Sonn- und Feiertagsfahrverbot | 00:00-22:00 für Lkw über 7,5 t; ausgenommen der Kombinierte Güterverkehr Hafen-Straße im Umkreis von 150 Straßenkilometern | § 30 Abs. 3 StVO |
| Antriebsbonus | +1,00 t bei alternativen, +2,00 t bei emissionsfreien Antrieben, soweit antriebsbedingt | § 34 Abs. 5b und 6a StVZO |
Damit zur Gewichtsrechnung unserer Fasssendung. 3-Achs-Sattelzugmaschine rund 8,0 t, 3-achsiges Gooseneck-Containerchassis rund 5,7 t, Tara des 40'HC rund 3,85 t — macht 17,6 t Leergewicht der Kombination. Bei regulären 40,00 t bleiben davon 22,4 t Zuladung auf der Straße; die Zuladung des Containers von 28,6 t können Sie in Deutschland also nie ausfahren. Erst die 44-t-Regelung des Kombinierten Verkehrs hebt die Straßenzuladung auf 26,4 t, und dort landen unsere 26,0 t punktgenau. Praktische Folge: Sitzt der Empfänger innerhalb von 150 Straßenkilometern um Hamburg und ist der Lauf als Vor- bzw. Nachlauf im Kombinierten Verkehr dokumentiert, geht der volle Container. Darüber hinaus muss der Verlader auf rund 22,4 t abladen — das sind drei Paletten weniger. Genau deshalb gehört die Gewichtsobergrenze im Stauplan auf den Straßenwert gesetzt und nicht auf den ISO-Wert. Wer mit einer emissionsfreien Zugmaschine fährt, holt sich über § 34 Abs. 6a StVZO bis zu 2,00 t davon zurück und behält im KV faktisch dieselbe Zuladung wie ein Diesel.
Zwei deutsche Besonderheiten kommen obendrauf, und beide betreffen genau eine Sendung wie diese. Erstens die Achslast: Die Dreifachachse des Chassis ist bei 24,00 t gedeckelt, die Antriebsachse bei 11,50 t. Werden 26 t dichte Ladung im 40-Fuß-Container Richtung Türende gestaut, nimmt die Chassisachsgruppe die Masse auf und reißt die 24 t, während das Gesamtgewicht noch bequem unter 44 t liegt — der klassische Befund „Achslast überschritten“ bei einer BALM-Kontrolle. Ein Ladeplanungswerkzeug für den deutschen Markt muss deshalb die Achslasten ausweisen, nicht nur das Gesamtgewicht. Zweitens die Ladungssicherung: Nach § 22 Abs. 1 StVO in Verbindung mit § 31 Abs. 2 StVZO und den anerkannten Regeln der Technik (VDI 2700 ff., DIN EN 12195-1) haftet in Deutschland ausdrücklich auch der Verlader, nicht nur der Fahrer. Bei einer gewichtslimitierten Sendung, in der 70 % des Containers Luft sind, heißt das: Die Restlücken müssen mit Staupolstern, Zurrgurten und Antirutschmatten verblockt werden — der Stauplan ist hier ein Haftungsdokument, keine Bequemlichkeit.
Wie oft das passiert, zeigt die Größenordnung: Der Hamburger Hafen schlug 2025 8,3 Mio. TEU um, ein Plus von 7,3 % gegenüber 2024, bei einem Gesamtumschlag von 114,6 Mio. t. 7,0 Mio. TEU davon waren beladene Container, und der stärkste Wachstumstreiber war ausgerechnet der Verkehr mit China (+6,5 %). Jede dieser Boxen trifft am Terminaltor auf ein Chassis, auf § 32 StVZO und auf eine Achslastwaage.
Fazit: Die Maßtabelle ist ein Ausgangspunkt, keine Entscheidung
Containermaße zu kennen ist notwendig, aber nicht hinreichend. Das Außenmaß ist genormt und nicht verhandelbar; das Innenmaß wandert je nach Reederei, Baureihe und Baujahr um ein paar Zentimeter; die Türöffnung ist 11-12 cm niedriger als der Innenraum; und beim Gewicht setzen Equipment-Datenblatt, CSC-Schild und StVZO drei voneinander unabhängige Obergrenzen. Die eigentliche Frage lautet anders: In welcher Anordnung, mit welcher Gewichtsverteilung und in wie vielen Fahrten passt Ihre Ladung in diese Maße?
Häufige Fragen
Welche Innenmaße hat ein 20-Fuß-Container?
Rund 5,90 × 2,35 × 2,39 m, das ergibt 33,2 m³. Die Türöffnung misst 2,34 × 2,28 m, die Tara liegt bei etwa 2.200 kg und die Zuladung bei etwa 28.280 kg. Außen legt die ISO 668 ihn auf 6,058 × 2,438 × 2,591 m fest — nicht auf die 6,096 m, die eine wörtliche Umrechnung von 20 Fuß ergibt.
Welche Innenmaße hat ein 40-Fuß-Container?
Ein 40'DC misst innen 12,03 × 2,35 × 2,39 m, also 67,7 m³. Beim 40-Fuß-High-Cube steigt die Innenhöhe auf 2,70 m und das Volumen auf 76,3 m³. Beide haben dieselbe Außenlänge von 12,192 m und dieselbe Grundfläche; der einzige Unterschied sind 30,5 cm Höhe.
Wie groß ist die Türöffnung eines Seecontainers?
Rund 2,34 m breit und 2,28 m hoch bei Standard-20- und -40-Fuß-Containern, beim 40- und 45-Fuß-High-Cube 2,58 m hoch. Die Tür ist immer 11-12 cm niedriger als der Innenraum, weil Türsturz und Schwelle diesen Platz brauchen; in der Breite gehen nur 1-2 cm verloren.
Beträgt das zulässige Gesamtgewicht eines Containers 30.480 kg oder 32.500 kg?
Beide Werte sind gültig, deshalb bindet die Zahl auf dem CSC-Schild genau dieses Containers. Die ISO 668 erlaubt seit der Änderung von 2022 für alle Klassen von 20 bis 45 Fuß 36.000 kg, aber die Reedereien plattieren Altbestand mit 30.480 kg und neuere Baureihen mit 32.500 kg; 36.000 kg sind in der gängigen Flotte der Standardcontainer praktisch nicht anzutreffen.
Warum fasst ein Kühlcontainer weniger?
Das Kühlaggregat kostet rund 45 cm der Stirnwand, und die Polyurethandämmung nimmt je Seitenwand 63,5 mm und im Dach 80 mm weg. Ein 40-Fuß-Kühlcontainer misst innen 11,58 × 2,28 × 2,53 m und fasst 66,7 m³ — rund 9,6 m³ oder 12,6 % weniger als ein High Cube gleicher Länge. Weil über der roten Beladelinie nichts gestaut werden darf, rechnen Sie in der Praxis mit 85-90 % des Katalogvolumens.
Ist der 20-Fuß-High-Cube ein echter Container?
Ja — die ISO 668:2020 führt ihn als Typ 1CCC mit 6,058 × 2,438 × 2,896 m und rund 37,3 m³ Innenvolumen. In den Mietflotten der Linienreedereien kommt er allerdings praktisch nicht vor; er gehört dem Verkaufs- und Umbaumarkt. Die ISO nennt den Grund in einer eigenen Anmerkung: Eine Gooseneck-Aussparung lässt sich an einem 20-Fuß-Container nur schwer unterbringen, und ohne sie überschreitet ein 20-Fuß-High-Cube auf einem geraden Chassis in einigen Ländern die Höhengrenze.
Wo liest man Tara und Zuladung eines Containers ab?
An den ISO-6346-Markierungen auf der Tür. MAX GROSS und TARE sind dort vorgeschrieben, PAYLOAD ist optional — fehlt sie, ziehen Sie die Tara vom zulässigen Gesamtgewicht ab. Auf dem CSC-Schild steht keine Tara; es nennt nur die höchstzulässige Bruttomasse im Betrieb, die zulässige Stapellast und die Prüfkraft für die Quersteifigkeit. Da die Tara innerhalb einer Baureihe um 100-600 kg schwankt, gilt immer die Zahl am konkreten Container.
Darf ein 40-Fuß-High-Cube in Deutschland auf der Straße gefahren werden?
Ja, aber nur auf einem Gooseneck-Chassis. § 32 Abs. 2 StVZO deckelt die Höhe über alles bei 4,00 m und erfasst den Container ausdrücklich als mitgeführten austauschbaren Ladungsträger; eine Containerausnahme gibt es nicht. Bei 2,896 m Außenhöhe bleiben 1,104 m für die Ladehöhe des Chassis. Ein Gooseneck-Chassis mit Tunnelaussparung liegt bei rund 1.100 mm und ergibt 3,996 m — vier Millimeter Reserve. Ein Plateauchassis mit 1,25 m Ladehöhe kommt auf 4,146 m und ist damit genehmigungspflichtiger Großraumtransport nach § 70 Abs. 1 StVZO und § 29 Abs. 3 StVO.
Außenmaße, Toleranzen und Mindest-Innenmaße nach ISO 668:2020 (einschließlich Amd 1:2022) und ISO 1496-1:2013; Innenmaße, Türöffnungen, Tara und Zuladung aus den veröffentlichten Equipment-Datenblättern von Maersk, Hapag-Lloyd, CMA CGM, ONE und Evergreen sowie den Containerseiten des Transport-Informations-Service (TIS-GDV); die Gewichtsangaben an der Tür nach ISO 6346; der Inhalt des CSC-Schilds nach Anlage I des Internationalen Übereinkommens über sichere Container von 1972; die VGM-Pflicht nach SOLAS Kapitel VI Regel 2 und MSC.1/Circ.1475; die Straßenvorschriften nach § 32 Abs. 1 und 2, § 34 Abs. 4, 5b, 6 und 6a StVZO, § 70 Abs. 1 StVZO, § 29 Abs. 3 und § 30 Abs. 3 StVO sowie §§ 22 und 23 StVO mit VDI 2700 ff. und DIN EN 12195-1; Chassis-Ladehöhen nach Herstellerangabe (UES Chassis, 40ft Chassis Multi/GH, Ladehöhe ca. 1.100 mm); die Umschlagszahlen 2025 von Hafen Hamburg Marketing e. V. und der Hamburg Port Authority. Die Staupläne mit 20 Paletten und die Auslastungswerte 29,9 % / 90,9 % / 34,4 % / 46,1 % sind echte Ausgaben von Ladeplanungen aus CargoDuo. Die Innenmaße in den Tabellen sind Nennmaße mit einer Fertigungstoleranz von ±10 mm; wo es auf Millimeter ankommt, lassen Sie sich die Maße des konkreten Containers von Ihrer Reederei bestätigen.